So haben wir die Pandemie erlebt – Mitarbeitende erzählen

Die Pandemie hat uns alle vor unerwartete Herausforderungen gestellt – und sie tut es immer noch. Jedes Teammitglied, jede Abteilung und jedes Unternehmen stand vor individuellen Schwierigkeiten. Während sich der Arbeitsalltag für die einen stark verändert hat, merkten die anderen fast keinen Unterschied. Lesen Sie hier, wie die Mitarbeitenden der Waldis Group die Pandemie erlebt haben und welche Konsequenzen die Unternehmen aus den vergangenen Monaten ziehen.

Handau Johanna Zimmermann ist bei Colombo in der Einrichtungsberatung und Planung tätig. Spezialisiert auf stilvolle Design-Möbel und hochwertige Inneneinrichtungen änderte sich während der Pandemie und insbesondere während den zwei Lockdowns alles. Einerseits musste der Showroom in Zollikon innerhalb weniger Tage geschlossen werden, andererseits gewann das Zuhause in den letzten Monaten an Bedeutung und die Nachfrage nach durchdachten Gesamtkonzepten stieg. “Der grosse Vorteil bestand darin, dass unsere Kund:innen gezwungenermassen einen Termin vereinbaren mussten. Natürlich konnten wir unseren Arbeitsalltag so besser planen und uns voll und ganz auf einen einzelnen Kunden konzentrieren.” Die Kundinnen und Kunden erlebte das Colombo-Team als geduldiger als sonst. “Zum Glück”, meint Handau, welche auch Mitglied der Geschäftsleitung ist. “Über unsere Website kamen viele Anfragen zu einzelnen Produkten rein und wir hatten ganz schön viel zu tun, um alle Nachrichten zu beantworten.” Nebst kompletten Inneneinrichtungen war vor allem der Verkauf von Textilien, wie beispielsweise Vorhänge für besseren Sichtschutz im Home-Office, sowie von Gartenmöbel in dieser Zeit auffällig.

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“Wir konnten uns voll und ganz auf die einzelnen Kunden konzentrieren.”

– Handau Johanna Zimmermann, Einrichtungsberatung und Planung sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Colombo la famiglia

Eine unerwartete Herausforderung stellte der Ausfall der Messen dar. In gewöhnlichen Jahren fährt das Team von Colombo an die beliebten Design-Messen in Mailand, Paris und Frankfurt, informiert sich über Produktneuheiten und nimmt die Kollektionen genau unter die Lupe. “Neue Produkte zu kaufen, ohne sie vorher gesehen zu haben, ist für uns keine Option. Daran hielten wir auch während der Pandemie fest. Wir vereinbarten Termine bei den einzelnen Lieferanten und statteten ihnen nacheinander Besuche ab. Wie unsere Kund:innen profitierten auch wir dadurch von einer exklusiven Beratung und Betreuung. Auch wenn es ein wenig zeitaufwändiger war.”

Eine Portion Glück spielte während der Pandemie aber sicherlich auch mit. Der geplante Umbau des Showrooms fiel fast genau in die Zeit des zweiten Lockdowns und der dafür nötige Ausverkauf konnte davor problemlos durchgeführt werden. “Ohne unser sehr motiviertes und aufgeschlossenes Team wäre das niemals möglich gewesen! Alle unsere Mitarbeitenden und Partner reagierten sehr flexibel und passten sich der Situation vorbehaltlos an. Wir sind sehr stolz auf unser Team!”

Während das Team von Colombo vor unerwarteten Herausforderungen stand, gingen 4 Kilometer weiter bei Rüegg-Naegeli, den Experten für Büroplanungen und Büromöbel, viele Anfragen für Home-Office-Einrichtungen ein. Orna Keist, Projektleiterin im Innendienst, erzählt: “Eigentlich hat sich im Büroalltag gar nicht so viel verändert. Als Anlaufstelle Nr. 1 waren wir vom Innendienst fast immer vor Ort und haben das Büro gehütet.” Obwohl sich die vier Mitarbeiter:innen im grossen Showroom verteilt und den nötigen Abstand eingehalten haben, konnte sich das Team dennoch problemlos austauschen und absprechen. “Natürlich war es anfangs gewöhnungsbedürftig, dass der Rest des Teams zuhause war, aber schlussendlich ist alles eine Frage der Organisation und Kommunikation.”

“Gelegentlich schlüpften wir auch in die Rolle von Hobby-Psychologen.”

– Orna Keist, Projektleiterin Innendienst bei Rüegg-Naegeli

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Der grösste Unterschied war bei Orna der direkte Austausch mit den Privat-Kundinnen und -Kunden. “Wir haben unsere Kundschaft vermehrt telefonisch beraten und auch der E-Mailverkehr hatte enorm zugenommen.” Es fiel auf, dass die meisten mehr Zeit hatten und sich freuten, mit jemandem zu plaudern. “Wir hatten sehr wertvolle und entspannte Kundengespräche und gelegentlich schlüpften wir auch in die Rolle von Hobby-Psychologen.” Natürlich war in dieser Zeit eine optimale Home-Office-Einrichtung das grosse Thema. Das Team von Rüegg-Naegeli konnte flexibel reagieren und ein spannendes Home-Office-Packet anbieten. Ausserdem standen die Büro- und Arbeitsplatzexperten ihren Kundinnen und Kunden sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ganz anders war es im Innendienst bei Waldis Working Places in Luzern. Anna Kelhofer war während Wochen alleine im Home-Office. “Die Umstellung hat erstaunlich gut geklappt! Da ich alleine wohne, hatte ich immer meine Ruhe und konnte ungestört arbeiten.” Wie viele im Home-Office hatte auch sie anfangs Mühe, eine gesunde Work-Life-Balance einzuhalten. “Ich musste meinen Arbeitsplatz am Esstisch einrichten und konnte abends oft nicht richtig abschalten. Ausserdem war es sehr unbequem, so viele Stunden auf einem gewöhnlichen Stuhl zu sitzen.” Deshalb hat sie das Angebot von Waldis genutzt und sich einen ergonomischen Bürostuhl mit nach Hause genommen.

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“Ich arbeite jetzt fast ausschliesslich digital und bin viel flexibler geworden.”

– Anna Kelhofer, Projektleiterin Innendienst bei Waldis

Durch die bessere Büroeinrichtung, das Einhalten bewusster Pausen und einen kurzen Spaziergang in der Mittagspause pendelte sich ihr Arbeitsalltag aber sehr positiv ein. “Nur der Kontakt im Team war eine Herausforderung. Wir haben uns wochenlang nicht gesehen und der spontane Austausch fiel weg.” Virtuelle Teammeetings und gemeinsame online Kaffeepausen haben zwar geholfen, konnten den persönlichen Kontakt aber nicht ersetzen. Umso schöner ist es jetzt zu merken, wie gerne sich das ganze Team wieder sieht. “Wir haben gemerkt, dass wir die ungewöhnliche Zeit gut überstanden haben! Wir können noch immer zusammen reden und vor allem lachen. Das hat im Home-Office definitiv gefehlt.”

Auch sonst sieht Anna viel Positives in der Krise. “Ich arbeite jetzt fast ausschliesslich digital und bin viel flexibler geworden.” Nicht zuletzt liegt dies auch an der guten Infrastruktur und den neuen Home-Office-Regeln der Waldis Group. Die Home-Office-Möglichkeit bleibt für die Mitarbeitenden auch nach der Pandemie bestehen. “Ich schätze die Abwechslung zwischen Home-Office und Büro und das entgegengebrachte Vertrauen uns Mitarbeitenden gegenüber sehr.”

Für Tiziano Snozzi von Waldis Printing Solutions wiederum war Home-Office nichts Neues. Er arbeitet seit Jahren regelmässig ausserhalb des Büros und war somit bestens eingerichtet. Durch die gute digitale Infrastruktur konnte das Team von Printing Solutions die Kund:innen jederzeit professionell betreuen. “Die Schwierigkeit lag eher darin, dass die Kunden noch nicht auf die Situation vorbereitet waren. Das nahm oftmals viel Zeit in Anspruch, war aber ansonsten kein Problem.” Als alleinerziehender Vater musste er sich zuhause vor allem umorganisieren: “Da meine Kinder auch daheim blieben, war das Organisieren von fixen Büro-Zeiten besonders wichtig. Allerdings bin ich im Home-Office viel effizienter und kriege alles problemlos unter einen Hut.” Ausserdem hilft es manchmal, Probleme mit Distanz zu betrachten, wodurch sie oftmals effektiver angegangen und gelöst werden können.

“Da meine Kinder auch daheim blieben, war das Organisieren von fixen Büro-Zeiten besonders wichtig.”

– Tiziano Snozzi, Professional Services bei Waldis Printing Solutions

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Dennoch kommt, ebenso wie Anna, auch Tiziano gerne wieder öfters ins Büro und schätzt die Kontakte umso mehr. “Man nimmt sich ernster und bewusster wahr und das bringt uns als Team und Firma näher zusammen. Schlussendlich haben uns die vergangenen Monate nur stärker gemacht. Es ist toll, zur Waldis-Crew zu gehören.” Als erfahrener Home-Office-Nutzer ist für Tiziano klar: Nebst einem gut organisierten Arbeitsplatz und einer stabilen Internetverbindung ist die Zusammenarbeit im Team das A und O.

Home-Office, Kurzarbeit und Krankheitsfälle stellten Roger Meier als Leiter von Finanzen und Personal der gesamten Waldis Group vor neuen Herausforderungen. Umso mehr, weil er erst im November 2020 zur Waldis-Crew stiess. Die grösste Herausforderung war aber die vorherrschende Unsicherheit und die vielen unbeantworteten Fragen – nicht nur für Roger, sondern für alle Beteiligten. Während sich die Kernaufgaben der meisten Mitarbeiter:innen durch die Pandemie nicht verändert haben, stand Roger und die Geschäftsführung vor einer noch nie dagewesenen Situation. “Der Staat hat uns jedoch rasch Mittel und Wege aufgezeigt, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu meistern und hat sich von einer modernen, agilen Seite gezeigt.” Wie die zwischenmenschlichen Herausforderungen gelöst werden konnten, musste die Waldis-Crew jedoch selber herausfinden.

Die Vorgesetzten bei Waldis haben sich regelmässig bei den Mitarbeitenden für einen kurzen Schwatz gemeldet und sich nach deren Wohlbefinden erkundet. “Für mich ist der persönliche Kontakt sehr wichtig, denn manche Mitarbeitende waren alleine und auf einmal isoliert. “Bleiben Sie zu Hause” finde ich diesbezüglich keine ideale Aussage, denn sie lässt die psychische Gesundheit der Menschen ausser Acht. Für ein starkes Immunsystem ist diese jedoch unerlässlich.” Im Nachhinein hätte Roger den Mitarbeiter:innen gerne früher eine Plattform zum persönlichen Austausch geboten. Allerdings durfte er die Waldis-Crew als sehr agiles und anpassungsfähiges Team kennenlernen, welches bereitwillig und motiviert die Herausforderungen gemeinsam angepackt und sich selbst zu helfen gewusst hat. “Ohne so tolle Mitarbeitende wäre eine solche Krise nicht zu stemmen!”

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“Unternehmen müssen agil agieren und reagieren können und eine gute Firmen-Kultur etablieren.”

– Roger Meier, Leiter Finanzen und Personal der Waldis Group

Rogers Erkenntnis ist, dass es sich lohnt einen klaren und kühlen Kopf zu bewahren und faktenbasiert und ausgewogen zu entscheiden. In einem Unternehmen ist man immer mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert und lernt dadurch laufend dazu. Während der Pandemie wurde beispielsweise eine Desinfektionspflicht eingeführt. Alle Flächen im Büro wurden dabei viermal täglich desinfiziert. “Die Gesundheit der Mitarbeitenden geht für uns immer vor und wir scheuen keinen Aufwand, um ihr Sorge zu tragen. Die Aktion gab den Mitarbeitenden zwar ein Gefühl von Sicherheit, allerdings stellten wir nach einiger Zeit fest, dass sie nicht die gewünschte Wirkung hatte und wir passten diese Massnahme an.” So ist die Waldis Group laufend am Ausprobieren und Dazulernen. “Innerhalb des Unternehmens gab es jedoch keine Ansteckungen zwischen Mitarbeitenden und nur sehr wenig coronabedingte Ausfälle. Unsere Mitarbeitenden scheinen ein gutes Immunsystem zu haben und unsere Massnahmen haben bestimmt auch ihren Teil dazu beigetragen.”

Welches Fazit zieht er denn nun aus den vergangenen Monaten? “Ich habe gelernt, dass es die ominöse Planungssicherheit nicht gibt. Unternehmen müssen agil agieren und reagieren können und eine gute Firmen-Kultur etablieren.” Flexible Arbeitsformen und Bürolandschaften, welche auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingehen, sind dafür Pflicht. Roger ist überzeugt: “Wer jetzt nicht umsattelt, wird diese Aufgabe nicht mehr allzu lange aufschieben können. Unternehmen verlieren wertvolle Talente, wenn sie an hierarchischen Modellen festhalten und althergebrachte Bürostuben nicht modernisieren.” Bei der Waldis Group hat man deshalb Konsequenzen gezogen. Alle Mitarbeitende können nach Absprache mit dem Vorgesetzten nach Belieben im Home-Office arbeiten. Beim Erwerb des geeigneten Inventars greift Waldis den Angestellten zudem grosszügig unter die Arme. Nur am Donnerstag müssen alle Mitarbeitenden vor Ort sein. Peter Kaiser, der CEO der Waldis Büro und Wohnen AG, hat im Büro in Kriens den sogenannten Kulturtag ins Leben gerufen. Ein Tag, welcher speziell für den spontanen Austausch und den Teamzusammenhalt gedacht ist. Um diese wertvollen Güter noch weiter zu unterstützen, werden die Büros von Waldis und Rüegg-Naegeli in den kommenden Wochen umgebaut. “Die finale Gestaltung ist eine Überraschung, aber es wird unter anderem mehr gemütliche und kreative Bereiche für den persönlichen Austausch geben.”

Für Roger ist klar, dass die vergangenen Monate eine enorme Chance darstellen, die Pandemie aber noch nicht gänzlich durchgestanden ist. “Ich wünsche mir, dass es unserer Gesellschaft gelingt, die Krise zu meistern, ohne dass es eine Spaltung zwischen Geimpften und Ungeimpften gibt.”

Die Waldis Group im Überblick

Die Waldis Group gehört zu den führenden Wohn- und Büroeinrichtern und besteht aus den drei Unternehmen Waldis Büro und Wohnen AG, Rüegg-Naegeli AG und Colombo la famiglia AG. Gemeinsam bieten die Unternehmen Dienstleistungen und Produkte im Wohn-, Objekt- und Printing-Bereich an.

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