Wieso Sie jetzt in die Unternehmenskultur investieren sollten

Viele Mitarbeiter:innen haben mittlerweile die Möglichkeit, sich ihre Arbeitszeit auch im Home-Office oder ausserhalb des Büros einzuteilen. Diese Arbeitsformen bringen bekannterweise viele Vorteile mit sich. Wenn sich die Teamkolleg:innen aber nur noch virtuell sehen, leidet nicht nur der Zusammenhalt, sondern auch die Kreativität und das Zugehörigkeitsgefühl. Alles Dinge, welche die Unternehmenskultur ins Wanken bringen können und somit einen direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Aber was genau ist diese Unternehmenskultur und wieso ist sie gerade jetzt so wichtig?

Die Unternehmenskultur als zentralen Wettbewerbsfaktor

Das Konzept der Unternehmenskultur ist vielschichtig. Basierend auf gemeinsamen Werten, sozialen Normen sowie Gesinnungen, hat die Unternehmenskultur einen Einfluss darauf, wie die Arbeitnehmenden Entscheidungen treffen, wie sie handeln und wie sie sich fühlen. Sie setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen: Wie verhält sich beispielsweise die Geschäftsführung und welche Werte werden spürbar gelebt? Wie ist der Arbeitsalltag der Mitarbeitenden organisiert, welche Wertschätzung gegenüber dem Personal herrscht im Unternehmen und welche Ziele werden verfolgt? Wie transparent wird mit den Mitarbeitenden kommuniziert und welche Fehlerkultur wird gelebt? Aus den Antworten auf diese und weitere Fragen ergibt sich ein System gemeinsam geteilter Muster des Denkens, Fühlens und Handelns, mit welchem sich die Mitarbeitenden identifizieren können. Das Resultat ist ein motiviertes und engagiertes Team, welches gerne und langfristig im Unternehmen tätig ist.

Moderne Büroräumlichkeiten bei Vitra

Der Wandel der Firmenkultur

Die Unternehmenskultur mit seinem Werte- und Normensystem entwickelt sich über Jahre hinweg und wird von unterschiedlichen Faktoren mitbestimmt. Nebst wirtschaftlichen, sozialen und politischen Einflüssen spielen auch unternehmensinterne Faktoren und Personen eine wichtige Rolle. Diese Veränderungen sind zwar nicht immer beabsichtigt, es liegt allerdings am Unternehmen, ihre Kultur an den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Wer die Unternehmenskultur langfristig verändern oder beeinflussen will, muss Impulse schaffen, welche für alle Mitarbeitenden klar ersichtlich sind. Die Hauptrolle in diesem Prozess haben durch ihre Vorbildfunktion die Unternehmensgründer und Führungskräfte. Sie sind dafür verantwortlich, ihre Mitarbeitenden zu motivieren und mit gutem Vorbild voranzugehen.

Das Citizen Büro von Vitra

Es gibt viele wissenschaftliche Modelle, welche dabei helfen, die eigene Unternehmenskultur besser zu verstehen und Veränderungsprozesse einzuleiten. Das Vorreitermodell stammt von Edgar H. Schein und dient vielen anderen Modellen als Grundstruktur. Sein Ansatz besteht aus drei Ebenen:

Erste Ebene
Die Grundannahmen in einem Unternehmen sind meist unbewusst und werden in der Regel nicht hinterfragt. Hierbei handelt es sich um grundsätzliche Einstellungen zu Dingen wie beispielsweise zu Wahrheit, Zeit oder Individuum.

Zweite Ebene
Die zweite Ebene von Schein sind die Werte und Normen im Unternehmen. Diese sind teilweise sichtbar, geschehen teilweise jedoch auch unbewusst. Die Werte und Normen leiten sich aus den Grundannahmen der ersten Ebene ab und beziehen sich auf (ungeschriebene) Regeln und Verhaltensstandards. Optimalerweise werden sie von allen Teammitgliedern akzeptiert und geteilt. Diese Ebene bezieht sich beispielsweise auf einen respektvollen Umgang mit den Kolleg:innen, auf eine tolerante und offene Fehlerkultur oder auf interne Kommunikationsstrategien.

Dritte Ebene
Die letzte Ebene von Schein bezieht sich auf Symbole und Artefakte und ist nicht nur sichtbar, sondern auch interpretationsbedürftig. Erst durch diese Ebene werden die anderen beiden Ebenen erst sichtbar. Diese greifbaren Symbole sind beispielsweise ein Dress-Code, die Unternehmensstruktur, oder auch die zur Verfügung gestellten Arbeitsplätze.

Das Club Office von Vitra

Laut Schein kann sich eine Unternehmenskultur nur ändern, wenn sich die Grundannahmen, also die erste Ebene, ändern. Und dies wiederum ist nur möglich, wenn bei den Werten und Normen angesetzt wird und anschliessend sichtbare und starke Symbole den Wandel für die Mitarbeitenden greifbar machen. Eine Variante, um die Kultur zu ändern, kann also über die Einführung neuer Verhaltensstandards erfolgen. Dies kann beispielsweise eine bewusste Du-Kultur sein, oder auch die Einführung der Home-Office-Möglichkeit. Weiter benötigt es für einen Kulturwandel intensive und bewusste Symbole und Zeichen, um der Kultur einen greifbaren Charakter zu geben. Je nach Unternehmen kann das die Einführung einer einheitlichen und zeitgemässen Arbeitskleidung sein, oder auch die Gestaltung einer modernen Bürolandschaft.

Das Büro als Spiegel der Unternehmenskultur

Mit einem passenden Raumkonzept werden nicht nur die Werte eines Unternehmens veranschaulicht, auch die Art und Weise der Zusammenarbeit kann massgeblich beeinflusst und gesteuert werden. Die Hauptgründe, wieso die Mitarbeitenden die Fahrt ins Büro auf sich nehmen, ist der Austausch mit den Kolleg:innen und die Suche nach Inspiration. Erfüllt eine Arbeitslandschaft diese Anforderungen, kommen die Mitarbeiter:innen gerne ins Büro. Diese „sichtbare Ebene“ beeinflusst wiederum die zweite Ebene. Durch die Gestaltung von verschiedenen Austauschzonen wird die Kommunikation im Team bewusst gefördert, wodurch wiederum gemeinsame Werte und Normen für eine gesunde Unternehmenskultur geschaffen werden können. Zudem wird durch eine passende Bürolandschaft die Kultur auch nach aussen getragen. Während die gelebten Normen und Werte für Kund:innen und Geschäftspartner, aber auch für potentielle neue Mitarbeitende oftmals nicht sofort ersichtlich sind, hat man mit einem modernen Bürokonzept die Möglichkeit, die Unternehmenskultur auch für Externe sichtbar zu machen.

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Eine gute Unternehmenskultur ist wichtiger denn je

Das Kulturmodell von Schein stammt zwar aus dem Jahr 1985, die Thematik einer funktionierenden Unternehmenskultur ist jedoch aktueller denn je. Vielversprechende und zukunftsweisende neue Arbeitsmodelle, welche in den letzten Monaten weitestgehend etabliert wurden, stellen die Firmenkulturen vor unbekannte Herausforderungen. Allgemeine Werte haben sich gewandelt und ehemalige Normen haben an Relevanz verloren. Umso wichtiger ist es daher, dass das Thema bewusst von den Unternehmen angegangen wir, indem neue, moderne Gefässe und Regeln geschaffen und eingeführt werden, um die Firmenkultur zu stärken. Denn nur mit einer starken Firmenkultur und motivierten Mitarbeiter:innen können Unternehmen langfristig erfolgreich sein.

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