“Unsere Kunden suchen Einzigartigkeit und Individualität”

David Röllin, der neue Leiter von Art of Living, spricht in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “wohnrevue” über seinen Start bei Waldis während des Lockdowns, die Neuheiten im Showroom und seine persönliche Wohnungseinrichtung.

David Röllin, im Mai haben Sie die Geschäftsleitung von Waldis Art of Living übernommen. Wie war der Start während des Lockdown?
Es war ein sehr spezieller Start, da aufgrund der Corona-Massnahmen der Showroom die ersten zwei Wochen geschlossen war. Diese Zeit kam mir aber zugute, um richtig anzukommen und einen Überblick über die Firma zu gewinnen.

Haben Sie die neue Stelle mit etwas Speziellem gefeiert?
Ich habe mir zur Feier des Jobwechsels an einer Auktion eine Lavasteinskulptur aus dem 12. Jahrhundert aus Java gegönnt. Ich mische sehr gerne Dinge aus aller Welt mit Designprodukten. So entsteht eine einzigartige und persönliche Wohnwelt – wie auch in unserem Showroom.

David Röllin Im Interview

Gibt es ein aktuelles Thema oder eine neue Kollektion im Showroom?
Kürzlich sind Stücke der Marke LinBrasil von Sergio Rodrigues eingetroffen, auf die wir sehr lange warten mussten. Ebenfalls präsentieren wir Neuheiten von Maxalto wie das «Amoenus»-Sofa oder den «Lithos»-Beistelltisch. Auf den Herbst kommen weitere Produkte von Baxter und Living Divani hinzu.

Wie bzw. wo informieren Sie sich zum Thema Trends in dieser Zeit?
Momentan erhalten wir auf digitalem Weg direkt von den Herstellern Updates über Neuheiten und Produkteinführungen. Und der direkte Austausch mit den Vertretern der Marken ist wichtiger denn je. Viele Hersteller bieten nun auch Onlineschulungen und Rundgänge durch digitale Showrooms an. Ebenfalls werden die ersten Messen, wie die Maison & Object, virtuell abgehalten. Damit fehlt aber leider das emotional wichtige «Touch and Feel»-Erlebnis.

Mit welchen Brands arbeiten Sie besonders eng, und was schätzen Sie an diesen?
Es sind vor allem italienische Brands wie B&B Italia, Poliform oder Flexform. Wir führen aber auch sehr ausgewählte Marken wie Jan Kath, Promemoria oder Henge, die unser Portfolio ergänzen. Unsere Kunden haben eine Affinität für schöne, edle Wohnwelten und suchen erlesene Möbel und Accessoires, die man nicht überall findet. Bei uns steht deshalb Einzigartigkeit und Individualität an erster Stelle.

Kaufen die meisten Ihrer Kunden einzelne Stücke, oder planen sie eher gesamte Einrichtungen?
Sowohl als auch. Wir haben eine grosse Bandbreite an Kunden, nicht zuletzt, weil sich unser Showroom an prominenter und stark frequentierter Passantenlage unmittelbar beim Schweizerhof befindet. Einige finden hier passende Geschenke oder ausgesuchte Accessoires. Andere finden ein Möbelstück, zum Beispiel ein neues Sofa, und kaufen gleich einen Teppich sowie einen passenden Salontisch. So entwickelt sich das Kundengespräch oftmals in ein Gesamtkonzept für ein Wohnzimmer. Dank unserer eigenen Innenarchitekturabteilung bieten wir unseren Kunden eine grosse Fachkompetenz für die Umsetzung von individuellen Raumkonzepten. Hierbei begleiten wir sie wunschgemäss durch alle Bauphasen bzw. Bauvorhaben.

Sind die Gesamteinrichtungen vor allem Wohnprojekte, oder machen Sie auch Objekteinrichtungen?
In meiner Abteilung sind es tendenziell eher Wohnprojekte. Manchmal ergeben sich aus Kundenbeziehungen jedoch auch Aufträge im Objektbereich. In diesem Fall arbeiten wir eng mit unserer internen «Working Places»-Abteilung zusammen.

Welcher Raum ist für Sie persönlich der wichtigste?
Das Wohn-/ Esszimmer ist für mich zentral. Ich koche sehr gerne für meine Gäste, daher liebe ich eine offene Küche mit grosszügigem Wohn- und Essraum. So beginnt ein entspannter Abend mit dem Apéro im Wohnbereich und wechselt später zum genüsslichen Essen am Tisch.

Auf welches Objekt bei Ihnen zu Hause sind Sie besonders stolz?
Ich bin nicht auf ein bestimmtes Objekt stolz, sondern auf das Gesamtbild. Die Summe der einzelnen Stücke bestimmt im Endeffekt das Wohngefühl und drückt die Individualität aus.

Das Interview mit David Röllin erschien in der Ausgabe 10 – 20 der Fachzeitschrift “wohnrevue“.

Text: Nuria Peón
Bild: Ruben Hollinger

Wohnrevue Cover
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